Poker und Casino Spielsucht

Wie auch bei normalen Casinos besteht in Online -Casinos und Pokerräumen Suchtgefahr. Diese ist im Internet evtl. sogar höher. Das liegt unter anderem an der Anonymität des Spielbetriebs und der Bequemlichkeit des Spielen von zu Hause aus. Auch kommt vielen der virtuelle Dollar oder Euro nicht so real vor als die Spiel Chips oder das echte bare geld in einem echten Casino.

Es wird oft behauptet insbesondere Jugendliche werden im Internet zum zocken verleitet, dies ist allerdings nicht richtig, da auch Online Casino nicht für Minderjährige zugängig sind. Zum Spielen ist unter anderem eine gültige Kreditkarte Voraussetzung. Kreditkarten werden aber nicht an Minderjährige ausgegeben. Allerdings werden die Internet Zahlungsmethoden auch immer mehr wie zum Beispiel die Paysafecard oder Neteller, wobei es die Paysafecard auch für verschiedene Altersgruppen gibt, und somit auch ein gewisser Altersschutz eingehalten wird. Außerdem verlangen quasi alle Online Casinos einen Altersnachweiß in Form einer Ausweiskopie.

Wenn Minderjährige natürlich den Zugang über den Computer der Eltern haben und der nicht genug abgesichert ist, bleibt natürlich die Aufsichtspflicht bei den Eltern. Wobei leider oft die Kinder schon mehr Ahnung vom Internet haben wie die Eltern selbst.

Online Casinos sollen eine Freizeitbeschäftigung sein und bleiben wobei der Spaß im Vordergrund stehen muß!

Wie erkenne ich, ob ich spielsüchtig bin?

Es besteht die Möglichkeit ihr Spielverhalten mit Hilfe der oben genannten Kriterien zu überprüfen oder einen Spielercheck auf dieser Seite zu machen. Eine genaue Abklärung kann allerdings nur im Rahmen einer Beratung erfolgen.

Wer ist von Spielsucht betroffen?

Grundsätzlich ist keiner gegen Spielsucht immun. Die Zahl der Spielsüchtigen wird in Deutschland auf ca. 150.000 geschätzt. und ist in den letzten Jahren stetig angestiegen. Die meisten Spielsüchtigen sind Männer (etwa 90%).

Welche Spiele sind gefährlich?

Auf diese Frage läßt sich keine einheitliche Antwort geben. Die Mehrzahl der Spielsüchtigen sind Automatenspieler, die ihr Geld an Geldspielgeräten verlieren. Aber auch 'Fun-Games' (Automaten ohne Gewinnmöglichkeit) gewinnen immer stärker an Bedeutung.
Neben den Automaten sind noch das klassische Glückspiel (Roulette, Black Jack), Pferdewetten aber auch Lotterien wie z. B.: ODDSET und Online-Spiele zu nennen.

Welche Chancen habe ich, von meiner Spielsucht geheilt zu werden?

Etwa 60% der SpielerInnen, die eine Therapie -sei dies stationär oder ambulant- beenden, sind auch ein Jahr nach ihrer Beendigung weiter abstinent. Es existieren aber noch keine Langzeitstudie

Wie kann sich ein Spieler gegen weiteres Spielen schützen?

Der beste Schutz ist, sich beraten zu lassen oder eine Therapie zu berginnen.

Welche Hilfsmöglichkeiten gibt es?

Das Hilfsangebot für Spielsüchtige und ihre Angehörigen hat sich in den letzten Jahren enorm verbessert. Neben ambulanten Beratungs- und Behandlungsstellen und der stationären Therapie in Kliniken gibt es eine Vielzahl von Selbsthilfegruppen. Unter Hilfsangebote in Ihrer Nähe finden Sie eine Auflistung von Beratungsstellen, Selbsthilfegruppen und Kliniken. Um das passende Behandlungsangebot herauszufinden, empfehlen wir ein Informationsgespräch in einer Beratungsstelle.

Was können Angehörige tun?

Die Entwicklung vom Spielen als Freizeitvergnügen hin zur Sucht findet oft schleichend statt. Angehörige sollten ihre eigenen Sorgen und Vermutungen ernst nehmen und dem Spieler auch kein Geld leihen. Es ist notwendig dem Spieler gegenüber konsequent zu sein (d. h. sich ggf. auch zu trennen). Angehörige sollten vom Spieler ein sichtbares Engagement verlangen, z. B. eine Beratungsstelle aufzusuchen.

Wenn mein(e) Partner(in) spielt, heißt das, dass sie/er mich nicht mehr liebt?

Das pathologische Spielen ist im Sinne einer Krankheit zu verstehen, die eine Eigendynamik entwickelt. Wenn der Partner / die Partnerin spielt, hat dies in erster Linie etwas mit ihm / ihr zu tun. Die Liebe zum Partner / zur Partnerin kann für sie oder ihn jedoch eine Motivation sein, sich behandeln zu lassen.

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